Entfernen von Haut-Tumoren – Synonyme & Prinzip

Synonyme: Excision von Haut-Tumoren, Ausschneiden von Hauttumoren, Entfernen von Haut-Tumoren

Prinzip: Ausschneiden einer Hautveränderung und anschließend möglichst optimales Verschließen der Wunde, mit oder ohne Lappenplastik, fast immer mit zusätzlicher histologischer Untersuchung

 


wird manchmal kombiniert mit…

  • straffenden Operationen, wenn die Hautveränderung in einer Region liegt, die sich fürs Straffen eignet

Wirkgrad

bei kleineren Haut-Tumoren kann die gesamte Veränderung auf einmal entfernt werden.

ist die Hautveränderung grösser, kann der Haut-Tumor auch in zwei oder mehreren Schritten entfernt werden. Oder durch Teilentfernen eine Probe entnommen werden und die Veränderung zumindest verkleinert werden.


OP-Dauer

je nach Größe und Menge der Haut-Tumoeren von einigen Minuten bis zu entsprechend länger


Wiederholung der Behandlung

normalerweise kann ein nicht zu großer Haut-Tumor auf einmal entfernt werden.

Jede Probe wird eingeschickt. Wenn der Befund ein Nachschneiden notwendig macht, kann natürlich ein zweiter (oder dritter, …) Eingriff sinnvoll bzw. notwendig werden.

Haut-Tumore können natürlich an gleicher Stelle oder knapp daneben Wiederauftreten, was ebenfall eine weitere OP notwendig machen kann


Anwendung in welcher Körperregion

gesamter Körper


Alternativen

Alternativen haben oft das Problem, dass keine ausreichende Probe entnommen werden kann.

Dazu zählen unter anderem:

  • Laser – Der Laser arbeitet mit Hitze und kann damit genauso Narben ausbilden wie ein Schnitt oder das Abtragen mit dem kalten Skalpell oder ähnlichem – wenn man Pech hat ist die Narbenregion aber größer, weil natürlich die gesamte Fläche der Hautveränderung behandelt wird. Ein großer Nachteil ist, daß die exakte Beurteilung der Veränderung durch den Pathologen entfällt!
  • oberflächliches Abtragen mechanisch – hier kann zumindest in manchen Fällen eine aussagekräftige Untersuchung der Hautprobe erfolgen
  • Peeling – für manche Pigmentveränderung

Entscheidungshilfen

Im Wesentlichen handelt es sich um diese grundsätzlichen Entscheidungen, die die operative Entfernung eines Haut-Tumors ausmachen.

1

Soll ich eine Haut-Tumor-Entfernung überhaupt machen? – Manchmal ist es auch die bessere Entscheidung etwas nicht zu machen.

Bei eindeutig gutartigen Veränderung kann durchaus in regelmäßigen Abständen kontrolliert werden.

Wenn aber Zweifel bestehen, sollte ein Haut-Tumor immer eher entfernt werden, als ihm beim Wachsen zuzuschauen.

2

Region

die Entscheidung für oder gegen Entfernung eines Haut-Tumors kann auch sehr von der Region abhängen – Je unauffälliger die Narbe nach der Entfernung ist, umso eher wird man sich dafür entscheiden. Dabei kann der Plastische Chirurg mit Erfahrung bei der Entscheidung helfen.

3

Größe

Haut-Tumoren, die grösser werden, wird man eher schneller entfernen – da die OP sonst immer aufwendiger wird.

4

Schnittrichtung und Position?

Schnitt = Narbe. Das gilt bei eigentlich allen Operationen. Wichtig ist die Narben an möglichst unauffällige Orte zu positionieren und vor allem die Richtung mit der geringsten Spannung gut zu analysieren, um die Narbe möglichst unauffällig und schmal ausheilen zu lassen.

5

Sonnenschutz

in den ersten Wochen nach der Haut-Tumor Entfernung sollte konsequent auf Sonnenschut geachtet werden (Schatten ist der beste Sonnenschutz). Ist dies im Sommer nicht ausreichend möglich ist es bei eindeutig gutartigen Haut-Tumoren sicher besser, die OP in der kühleren Jahreszeit vorzunehmen

 


Was sollte man vor der Entfernung eines Haut-Tumors schon gehört/gelesen haben?

Schnittrichtung, Nahtmaterial, Nahttechnik, Erfahrung des Chirurgen, uvm. entscheiden unter anderem über die Qualität und Unauffälligkeit der Narbe.

Trotzdem bedeutet ein Schnitt immer gleich Narbe. In den meisten Fällen ist diese zwar weniger auffällig als der Haut-Tumor selbst – das kann aber nicht immer garantiert werden.


Vorurteile

Unsichtbare Narben sind mit guter Naht-Technik immer möglich…

 


Fakten

Die Narbenqualität ist immer von mehreren Faktoren abhängig. Dazu zählen unter anderem Schnitt-Technik, Nahtmaterial, Nahttechnik, uvm.

Einen großen Anteil hat aber die individuelle Entwicklung der Narbe (Veranlagung), Schonen (nicht Schwitzen, keinen Zug auf die Narbe in den ersten Wochen), Narbenpflege und -massage, uvm.

Narben können sehr unauffällig werden. Unsichtbar ist eine Narbe (fast) nie. Und voraussagen läßt sich die zu erwartenden Narbenqualität nur bis zu einem gewissen Grad.

Was Narben betrifft, kann alles richtig gemacht werden – und die Narbe kann trotzdem furchtbar aussehen.

Natürlich gibt es aber immer Möglichkeiten eine schlechtere Narbe noch zu verbessern.


häufigste mögliche Nebenwirkungen/Komplikationen

  • Schnitt=Narbe
  • Infektion, Wundheilungsstörung
  • Verletzen oder „Beleidigen“ von Nerven (da reicht manchmal schon eine Schwellung) – taubes Gefühl, Lähmung
  • Schwellung
  • blaue Flccken bis Nachblutung

Details zu möglichen Komplikationen finden Sie in den Aufklärungsunterlagen

In Summe sind eine gute Vorbereitung (Information, Aufklärung, Voruntersuchungen, Analyse etc.), Erfahrung des Chirurgen wichtigste Faktoren für das möglichst optimale chirurgische Entfernen von Haut-Tumoren


Vermeiden sollte man…

  • Zug auf die Wunde in den ersten Wochen nach der OP
  • Anstrengen, starkes Schwitzen, hohe Temperaturen nach der OP

Narkose

Mögliche Narkoseformen:

  • Lokale Betäubung – meist damit gut möglich
  • Dämmerschlaf
  • schonende Allgemein-Narkose

der OP

Fristen sind in Österreich einzuhalten (OP-Aufklärung und Narkose-Aufklärung) – rechtzeitig mit der Planung beginnen!

keine blutverdünnenden Medikamente bis 10 Tage vor der OP.

POSITIV DENKEN – hilft. Es verlängert nicht nur das Leben, sondern ist immer auch ein erster guter Schritt in Richtung jede Behandlung oder Operation.


der OP

Schonung für 3 Wochen im Sinne von:

  • nicht mehr als 5-6kg Heben
  • nichts ruckartiges
  • nichts kopfüber arbeiten
  • nicht Schwitzen

Steristrips sind in den ersten Tagen (manchmal Wochen) sinnvoll zum Entlasten der Wunde

Sonnenschutz im ersten Jahr, aber speziell in den ersten Wochen nach dem Eingriff


unsere bevorzugte Technik/Empfehlung

genaue Analyse mit Abwägen aller Vor- und Nachteile einer Entfernung des Haut-Tumors


Kosten

Kosten sind von Fall zu Fall sehr unterschiedlich

Eine ausführliche Beratung zahlt sich immer aus (und wird bei uns auch auf den Eingriff angerechnet)

Der endgültige Gesamtpreis wird beim 2. Gespräch (=Einwilligung) je nach Kombinationen, gewünschter Klinik und Zimmerkategorie festgelegt

sinnvolles Budget

Ein endgültige Kostenvoranschlag ist nur nach einer genauen Untersuchung vor Ort mit Abklärung der individuellen Wünsche möglich und sinnvoll.


Ausfallzeit

Im Allgemeinen sollten 2-3 Wochen Schonung einkalkuliert werden – das bedeutet konkret:

  • nicht mehr als 5-6 kg Heben
  • keine ruckartigen Bewegungen
  • keine Tätigkeiten über Kopf durchführen

Wichtig zu wissen…

  • eine ehrliche und fundierte Beratung hilft bei der Entscheidung für oder gegen die Entfernung eines Haut-Tumors

 

 

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